...helfen, Visionen zu leben

Konzept: Offene Lernorte

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:
„It takes a village to raise a child“ – Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.


Hören Sie das Interview vom 31.05.2017 bei Radio LORA

 Download

Quelle: die Sendung "Bewegtes Lernen" bei Radio LORA
Gesamter Beitrag unter

https://bernd-heckmair.de/category/radio-lora

 

Warum wir Offene Lernorte brauchen:

"Neue Orte der Begegnung - In Familienzentren und Mehrgenerationenhäusern können sich Alt und Jung treffen. Aber findet der Austausch der Generationen wirklich statt?"
Autor: Birgit Riedel,  DJI impulse 1/2012 - Generationengefüge

Ein Offener LernOrt (OLO) soll ein kommunales Zusatzangebot für Kinder, Eltern und Familien zur Ergänzung und Unterstützung der bestehenden Schulform sein, in dem selbstgesteuertes Lernen mit handlungsorientierten Angeboten möglich ist. Im Rahmen von Quartiersmanagement sollen Möglichkeits- und Erfahrungsräume für Jung und Alt geschaffen werden, in denen die Bedarfe im umliegenden Lern-, Wohn- und Arbeitsumfeld ermittelt und Lösungsangebote entwickelt werden können.

Funktion/Inhalt
  • Entwicklung, Initiierung und Realisierung von Serviceangeboten und Projekten für das kommunale Umfeld (Bezirk)
  • Angebot von Ausbildungsberufen, Berufsfindung
  • Angebot von international anerkannten Bildungsabschlüssen
  • Förderung soziales Unternehmertum mit ökonomischer Ausbildung
  • Center zum Erwerb digitaler Medienkompetenz
  • Angebote für Kinder zur Unterstützung bei schulischen Schwierigkeiten
  • Inklusion behinderter Menschen
  • Angebote für Hochbegabte   
  • Beratungsangebote für Kind/Eltern/Lehrer
  • Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Schule sowie Unternehmen und Lernendem und verschiedenen Innovationsträgern  
  • Entwicklung von Netzwerken und Kommunikationsplattformen, schulartenübergreifen
  • Koordination für externe Angebote (Stadt-/Regionalentwicklung z. B. Naturerfahrungsräume, Schüleraustausch, Bürgerinitiativen, Kommunale Gesundheitsförderung, etc.)  sowie 
  • Angebot von Zusatzkursen (z.B. Computerkurse, Sprachkurse, Musikunterricht, Intensivierung etc.) am Abend, Wochenende und in den Ferien (Mehr Zeit für Familien - kommunale Familienzeitpolitik in Deutschland - Monitor Familienforschung Nr. 33)
  • Angebot von Sprachkursen für Eltern mit Migrationshintergrund
 
Erfahrungsräume und Handlungsangebote schaffen für Themen wie
  • Siedlungsmanagement
  • Partizipation
  • Philosophie/Religion
  • Politik/Bürgerengagement
  • Klimaschutz/Energie
  • Sprachen/Reisen
  • Technik/Architektur/Stadtplanung
  • Ernährung/Gesundheit
  • Sport/Entspannung
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung
 

Akteure

Kinder und Jugendliche fragen, analysieren, planen, entwerfen, gestalten, wählen, entscheiden und präsentieren ihre Projekte und Aufgaben, bilden Teams, suchen sich ihre Lernbegleiter und realisieren ihre Ideen gemeinsam. Sie sind die Akteure im kommunalen Umfeld und stellen Beziehungen zwischen allen Generationen her. Sie erfassen die Bedarfe, arbeiten lösungsorientiert und durch Ausprobieren. "Learning by doing" ist ausdrücklich gewünscht. Die SchülerInnen üben maßgeblich Einfluss auf die Entwicklung der Lerninhalte aus, da sinnvolles Handeln und Wirkungsbetrachtung erlebt werden können.
Integration findet in Offenen Lernorten automatisch statt, da sie Begegnungsstätten und Lebensraum aller Menschen sein können.
Offene Lernorte sind Orte der Zusammenarbeit und entsprechen dem freiheitlichen, sozialen und demokratischen Grundgedanken.

 

Ausstattung

Es sollten Möglichkeits- und Erfahrungsräume im Rahmen von Quartiersmanagement zur Verfügung stehen, die die Vielfalt der Themen (Kinderbetreuung, Versorgung, Nachbarschaftstreff, politische Mitbestimmung und Teilhabe, Kunst und Kultur, Sport, Bildung International etc.) abdecken bzw. mit Partnern koordiniert werden können.
Bedarfe, Inhalte, Themen oder Angebote sind flexibel pro Lernort gestaltbar. Sämtliche Voraussetzungen und Ziele sind entsprechend vorher zu konzipieren.
 

Lesen Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung
Bildungsorte - Lernwelten
Alltagsbildung als Schlüsselfrage der Zukunft


Lehren heißt, ein Feuer entfachen
und nicht, einen leeren Eimer füllen.
(Heraklit)